Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

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Bulldoggenmensch
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Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

Beitrag von Bulldoggenmensch » Samstag 31. März 2018, 00:07

Hallo liebe Bulldog-Treiber,

ich hatte mich und mein Moped ja bereits kurz unter Neuvorstellungen vorgestellt. Ich habe mich auch schon etwas in die Threads zum Thema Einstellunge eingelesen, möchte hier aber kurz auf "unser Leiden" zu sprechen kommen.
Meine Bulldog, gerade erworben und mit 26.000 TKM noch recht frisch, zeigt folgendes Verhalten: Sie springt kalt und warm super an, absolut Dauemhoch! Ab und an patscht sie bei langsamster Fahrt mal in die Vergaser. Vielleicht 1-2 Mal auf eine halbe Stunde städtischer Schleichfahrt. Sie geht untenraus sehr gut und dreht sauber hoch beim Durchbeschleunigen. Und jetzt zum störenden Teil: Ab ca-100-110 Km/h also ab ca. 3800 U/min läuft sie unsauber, wenn man die Geschwindigkeit halten will. Sie wirkt zäh, läuft nicht so seidig und ruckelt ungleichmäßig vor sich hin. Ist ein wenig so, als wenn zwischendruch die Spritzufuhr stockt. Oder als würde man unregelmäßig das Gas zurücknehmen und unsensibel wieder reintun. Wenn man weiter beschleunigt merkt man nichts. Allerdings wirkt sie dann rauh und angestrengt, die Leistung scheint sie aber zu haben. Die ganze super Laufkultur, die sie in den niedrigen Drehzahlen hat, ist dann aber zum Teufel. An der Außentemperatur scheint es nicht zu liegen, bei 0 oder bei 12 Grad ergibt sich das gleiche Bild. Die Maschine soll frisch eine "große Inspektion" haben, aber so wie einige Bereich technisch aussehen, sind Zweifel an der tatsächlichen Durchführung gerechtfertigt. Ich traue der Einstellungskompetenz der Werkstatt des Verkäufers aus einigen Gründen nicht, drum wende ich mich an Euch.
Meine konkreten Fragen lauten: Kennt jemand genau dieses Bild und weiss Abhilfe? Gibt es in Berlin/um Berlin Fachleute, die meiner Dogge das richtige Atmen beibringen? Besonders gerne im Süden/Südwesten Berlins :-)). Würde es Sinn ergeben, eine Vergaser-/Ansaugoptimierung á la Krause im gleichen Durchgang durchzuführen, und wie hoch in etwa liegen die Kosten dafür? Ich will mit dem Teil eigentlich nur ganz entspannt cruisen, aber gleichmäßige 120 km/h oder auch etwas mehr würde ich schon gerne ganz sutsche piano mit ihr rollen können, und das muss die Dicke ja auch können. Es tut mir richtig ein wenig weh zu fühlen, wie sie sich abmüht. Vielleicht sind ja auch "nur" die Vergaser zu, die sollen aber gereinigt sein...
Ich würde mich über Tipps wirklich sehr freuen, ich möcht sie nämlich nur ganz ungern wieder zur Nachbesserung zum Händler geben. Ich hoffe, ich bin mit meinem Beitrag im richtigen Bereich des Forums gelandet, ich "übe noch" und bitte um Nachsicht :-).
Habt eine tolle Osterzeit, immer unfallfreie Fahrt und bis ganz bald
Daniel aus Berlin-Friedenau

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Baumi
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Re: Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

Beitrag von Baumi » Samstag 31. März 2018, 09:42

Hallo Daniel,

erstmal Herzlich Willkommen!

Die Dogge hat wohl ab Werk in dem von dir genannten Bereich ein Leistungsloch, jedoch erscheint mir das von dir beschriebene Ausmaß doch enorm. Richtig einschätzen ist aus der Ferne schwer, zumal ich meine Dogge bereits mit einem Tuningkit gekauft habe.

Wichtig ist bei der Dogge auf jedenfall eine saubere Abstimmung von CO Wert auf gesunde 4,5 je Zylinder (bei abgeklemmten CO).

Zu empfehlen ist ein Leistungskit in Demo Zuge auf jedenfall. Der Guido (GV66) Ist hierfür der richtige Ansprechpartner. Ist unser Interner Teileguru.

Hab mal bei ein paar Berliner Fahrern gefragt und häng dir eine gute Adresse in Berlin an.

Schöne Grüße

Dominik
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Schöne Grüße aus Bamberg

Dominik Baumann

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Re: Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

Beitrag von Bulldoggenmensch » Samstag 31. März 2018, 11:02

Hallo Dominik,
vielen Dank für Deine Tipps und für die Adresse! War ich jetzt eigentlich im richtigen Bereich des Forums gelandet mit meiner Frage? Ich habe echt ein Problem, die entsprechenenden Rubriken wiederzufinden ;-). Apropos finden: ich fand unter "meine Beiträge" in meinem Profil nur die ersten Postings bei der Neuvorstellung, nicht aber diese Frage hier.
Danke nochmal und Frohe Ostern!
Herzliche Grüße Daniel

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DerFaule
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Re: Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

Beitrag von DerFaule » Samstag 31. März 2018, 14:58

Hallo Daniel,
es könnte natürlich sein, dass jemand einen Inspektionsversuch unternommen hat, ohne die Dogge wirklich zu kennen. Da gibt es Schläuchlein, 2 Kammerbelüftungen, viele Kleinteile im Vergaser die man verlieren oder vertauscht montieren kann, die alle zu solchen Verrücktheiten führen können.
Insofern ist dass immer so eine Sache mit den erfahrenen- und Markenwerkstätten, die es mit einem Modell zu tun bekommen was es seit über 10 Jahren nicht mehr neu zu kaufen gibt, und keinen Diagnosecomputer bemüht.

Das einfachste, nimm mal den externen Benzinfilter in Augenschein (an der Benzinpumpe) im Zweifel tauschen. Für den Benzintankfilter brauchst Du entweder Endoskop mit Benzin Ex-Schutz Erfahrung, oder einen Servicekit zum wieder einbauen.

Du sagtest Starten ist prima: Also Benzinpumpe tickert erst mal los...und stoppt? Läuft sie auch im "Fahrbetrieb". Bei abgenommener Bank und Werkzeugschublade müsste man die auch im Leerlauf langsam vor sich hin tickern hören, mit Choke mehr als ohne.

Wenns das nicht ist, wäre der korrekte Einbau der Vergaser mit der Wartungsanleitung /Ersatzteil Explosionszeichnung (Downloadbereich) bei hochgeklappten Tank , abgenommene Seitendeckel zu kontrollieren. Erst dann würde ich an das innere Lufikasten/Vergaser gehen.

Grüße vom Faulen, weit weg im Rheinland.

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Re: Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

Beitrag von Bulldoggenmensch » Samstag 31. März 2018, 23:46

Hallo Stefan,
vielen Dank für die Tipps. Bin übers Wochenende weg, danach mache ich mich schnellstmöglich dran. Vor der letzten Tour warf ich einen Blick unter die Sitzbank und mussst echt schlucken: die Batterie liegend eingebaut (ist das normal?) und nicht befestigt. Die restliche Kabelei/Module druntergestopft bzw. nebendran... die Benzinpumpe nicht in den Haltelaschen befestigt, surfte auch irgendwie da rum. Ich war so sauer: "aus erster Hand mit Scheckheft, mit frischer großer Inspektion...". Dass der Heizgriff, den mir der Händler einbaute über großes Spiel in jeder Richtung verfügt, lass ich einfach mal unkommentiert. Ich glaube aus verlässlicher privater Hand zum günstigeren Zins und ohne Gewährleistung wäre ich wohl günstiger gefahren. Aber so what: jetzt gehört sie zur Familie und ich kümmere mich um sie ;-). Das mit dem Spritfilter finde ich eine interessante Idee, die Vergaser hatten die bestimmt schon aus Zeitgründen nicht runter oder auf ;-).
Frohe Ostern noch, beste Grüße Daniel

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Eddie
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Re: Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

Beitrag von Eddie » Sonntag 1. April 2018, 08:55

In Frage kommt natürlich auch noch die bekannte Schaumstoffmatte unter dem Tank, die sich gerne mal löst und dann für begrenzten Vortrieb sorgt.

Alles, was die Zufuhr von Sprit oder Luft behindert, kommt hier in Frage. Elektrik eher weniger. Die Batterie ist immer liegend eingebaut und dass die Kabel etwas lose verlegt sind, ist nicht unbedingt ein Mangel. Die Spritpumpe sollte allerdings schon fixiert sein. Alles in allem aber kein Grund zur Sorge, da es sich mit wenigen Mitteln beheben lässt.
Es liegt in der Natur des Menschen vernünftig zu denken und unvernünftig zu handeln.

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Re: Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

Beitrag von Bulldoggenmensch » Sonntag 1. April 2018, 11:14

Danke Eddie, beruhigend das mit der Batterie :-). Habe "den Kram" erstmal besser untergebracht und abgefendert. Der Sache mit der Matte gehe ich mal nach, und ich checke den Benzinfilter.

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ralf-mk
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Re: Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

Beitrag von ralf-mk » Sonntag 8. April 2018, 22:47

Baumi hat geschrieben:
Samstag 31. März 2018, 09:42
Wichtig ist bei der Dogge auf jedenfall eine saubere Abstimmung von CO Wert auf gesunde 4,5 je Zylinder (bei abgeklemmten CO)
... korrigiere ... bei abgeklemmten AIS (Abgasrückführung bzw. absolut sinnloses System) meinte Baumi wohl.
Zusätzlich natürlich penibelst synchronisieren der beiden Vergaser. Einmal vor der CO Einstellung und zweite mal nach der CO Einstellung auf mind. 4,5. Bei dir ließt es sich so das da so einiges verstellt oder verstopft ist (evtl. ist 1 Hauptdüse etwas verdreckt).
Würd sicherheitshalber auch mal die Zündkerzen kontrollieren (bzw. erneuern) und ob die Zündkabel identische Stecker (Hersteller) haben. Liegt bestimmt nicht daran, aber dann weisste wenigstens Bescheid ...

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Re: Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

Beitrag von Bulldoggenmensch » Montag 9. April 2018, 13:35

Danke an Ralf, danke an Alle,
habe jetzt ca. 600 Kilometer mit ihr gefahren, darunter ein ADAC-Intensivtraining... ich will dem Hundchen ja gerecht werden :-). War interessant als einziger Hobel von 14! ohne ABS und andere "Ersatzfahrer" dabei zu sein. Doch zurück zur Technik: auf dem Hinweg über Autobahn bei zwischen 100 - 130 km/h das gewohnte Ruckelbild, nach dem Training, welches vorwiegend langsam=wenig Luftkühlung und bei warmem Wetter gefahren wurde auf der Autobahn: auf einmal läuft das Teil wie Sahne! Was ja meinen Verdacht nährt, dass die Vergaser einfach zu waren, um es mal laienhaft zu sagen. "Große Inspektion" umfasste diesen Teil wohl nicht. Inzwischen ist es so, dass es noch manchmal hapert, aber zunehmend besser wird. Ich behalte es im Auge. Dafür habe ich Neues zu berichten/bzw. zu fragen ;-):

Kurz vor der ersten Ausfahrt mit meiner Herzensdame meinte sie: "Hast Du diesen Riss schon gesehen?" Hatte ich nicht! Der hintere Kotflügel, an dem der Kennzeichenträger hängt, war zu ca. 40% durch gerissen... Ist das normal, ein Montagefehler (verspannt?) oder der ganz normale Gang der Dinge bei der 11 jahre alten Dogge?
Gleiches Bild mit zerbröslndem Kunstoff bei den Luftleithutzen. Habe das Ganze erstmal abgetapt bevor ich mir eine substanzielle Lösung (Heckumbau!?) vornehme.
Und dann noch ein Geräusch vom Neuling: speziell beim langsamen Fahren im Training mit Ein- und Auskuppeln gibt es deutlich zu vernehmendes "Klick". Ist das Spiel im Kardan oder ist es die Kupllung (die neu eingebaut wurde...). Es betrifft immer den Lastwechsel, vielleicht ist es aber auch ein ganz normales Geräusch vom Hund, wer weiß das schon!?
Über Hinweise freuen sich der Daniel und sein Hund, danke und Grüße!


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Re: Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

Beitrag von pseudosportler » Montag 9. April 2018, 20:01

Das mit den Rissen am Heck habe ich am Samstag beim montieren des Hauptständer und der neuen Endschalldämpfer auch entdeckt.
Links und rechts ca. 30 bis 40 mm, hätte vermutet das es vom Kofferträger her rührt der verbaut war als ich das Hündchen letztes Jahr gekauft habe.
Da ich eh mal vorhabe das Heck etwas um zu gestallten mache ich mir da keinen allzu großen Kopf drum, wird schon nicht weiter einreisen, dein Tip mit dem Tape werde ich bei Gelegenheit auch machen, sieht man nicht und stört nicht.

MfG pseudosportler

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ralf-mk
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Re: Technische Frage zu meiner Dogge, kompetente Hilfe gesucht...

Beitrag von ralf-mk » Montag 9. April 2018, 21:33

... die Vibrationsrisse entstehen hauptsächlich bei unsynchronisierten Vergasern und/oder zu magerem Gemisch (CO). Dann läuft die Dicke richtig rauh, besonders spürbar unten rum und im letzten Gang um die 4000 Umdrehungen.
Der Motor is`n Treckermotor (mit Potenzial), der läuft immer. Auch mit völlig verstellten Vergasern (übertrieben gesagt).
Wenn man sich aber mal die Müh macht und alles so einstellt wie`s richtig sein soll, dann läuft der Eisenhaufen nicht "wie Sahne", sondern wie`n "heißes Messer durch Butter". Dann kann man auch mit 40 km/h ruckelfrei im 5. Gang sanft beschleunigen ohne das die Dicke meckert oder unnormal viel vibriert ...

... beim Lastwechsel klacken bin ich raus ... ist schon zu lange her ... fahr keine Dicke mehr ...

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