Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

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HaraldB.
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Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von HaraldB. » Montag 18. Dezember 2017, 15:09

Hallo Forum,

auf der (immer noch tapfer andauernden) Suche nach "meiner" Dogge bin ich auf dieses Angebot hier gestossen.

Dabei möchte ich Euch bitten, mal Eure Meinungen dazu kund zu tun. Lieg ich da mit meinem Mißtrauen falsch, oder sollte ich lieber schnell zugreifen:

Dogge mit 5.800km

Mir fallen auf:

- Krauser Endstücke (muß man genauer hinsehen oder täuscht das)
- Gekürztes Heck
- Tankschoner
- Sitzbankbezug an der üblichen Stelle links durchgerieben
- Linker Rahmendeckel vom Schaltstiefel angeschabt
- Rost an Bremsscheibenschrauben
- Tülle Kupplungszug korrodiert

Nun können speziell die beiden letzten Punkte je nach Stellplatz durchaus sein, hat vielleicht draussen oder in Feuchtgarage gestanden.
Mir erweckt sich nur der Eindruck, das hier ein Kenner am Werk war. Krauserendstücke halte ich zumindest dafür, macht man sowas schon bei so geringer Nutzungsdauer ?!

Und dann nur 5800km in 14 Jahren insgesamt.... :huh:

Wenn ich nicht eine möglichst gut erhaltene suchen würde, wärs mir ja egal, aber.....

Bitte schreibt mal was, seid so lieb.

Danke und Grüße Harry.

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Der Christian
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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von Der Christian » Montag 18. Dezember 2017, 16:10

Na,ja, es gibt halt wenig Fahrer.
Aber was mir auffällt, sind die Riefen der Hinteren Bremsscheibe und der stark angelaufene Krümmer.
Gruß,

Der Christian

V2.......................................sonst nichts :!:

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gv66
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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von gv66 » Montag 18. Dezember 2017, 16:53

Hallöchen
Also so macht das Moped keinen schlechten Eindruck,
Sie kann natürlich auch "kaputt stehen" bei so wenigen Kilometern.
Der Rost an den Bremsscheibenschrauben ist jetzt auch kein Drama
und wenn sie viel draußen stand.
Was mich wundert, ist dass die Sitzbank nach 5800km schon durchgescheuert ist.
Das ist eher unüblich. Endtöpfe sehen für mich auch nach Krauseumbau aus.
Der Preis ist fair und vom Händler "nicht im Kundenauftrag", also mit Garantie.
Und das Teil ist aus erster Hand, da ließen sich ein Unfall oder die wenigen Kilometer ja leicht erfragen, also wird das schon stimmen.
wenn sie gut läuft würde ich sie an deiner
Stelle kaufen.
Gruß Guido

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HaraldB.
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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von HaraldB. » Montag 18. Dezember 2017, 16:59

Ist mir noch nichtmal aufgefallen die Bremsscheibe, da fehlt mir das Auge für.

Beim Krümmer war ich mir unsicher, inwieweit sowas allein durchs Stehen auftreten kann. Dazu kenne ich die Bulldogtüten zu wenig. Das kann man vielleicht wieder wie neu polieren.

Ich sehe eben noch die Übertülle für den Kupplungszug, die schon zwei Löcher hat. Das Eloxat der linken Lagerabdeckung ist an der oberen Kante durchgeschubbert. Eloxat ist normalerweise echt zäh, kann hier wohl vom Stiefel stammen.

Das Bike hat vielleicht einen Tauschtacho bekommen, gab da wohl einige mit defekten Armaturen. Nur wäre es doch schon, die wahre Laufleistung zu kennen, wenn sie denn abweicht. Kann ja sonst immer noch ein gutes Bike sein.

Reifen sind wohl runter, dazu noch Tüv.

Kann es bei Standuhren allgemein zu typischen Schäden kommen, auf die man achten muß?

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gv66
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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von gv66 » Montag 18. Dezember 2017, 17:02

Da steht auf der Homepage des Händlers Kilometer und nicht Tachostand!!!
Das wäre schon eine arglistige Täuschung. Das macht ein seriöser Händler nicht.
Und wahrscheinlich ließe sich das Moped mit 20000Km sogar besser verkaufen.
Die "Löcher" an dem Kupplungszug die sind so. Das ist kein Verschleiß, wenn wir
von den gleichen "Löchern" reden.
Bei 5800 werden das evtl. noch die ersten Reifen sein. Also mit TÜV und Reifen
hast du vielleicht noch etwas Verhandlungsspielraum.
VG Guido

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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von ff007 » Montag 18. Dezember 2017, 17:08

Da müssten dann ja noch die original holzreifen drauf sein ( die müssen dann aber sofort runter alle anderen auch )aber Pflegezustand kann man schlecht erkennen ( gabelbrücke sieht nicht so schön aus ) Gummiteile prüfen wenn die km stimmen Öl nachschauen und in den Tank mal reinleuchten sollte das alles überzeugen dann könnte man es versuchen, wobei das schon sehr selten ist bei dem Alter .



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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von HaraldB. » Montag 18. Dezember 2017, 17:28

Der Händler hats vielleicht, weil Inzahlungnahme, auch nicht weitergeprüft. Klar hätte er dann die schlimme Karte, nur möchte ich sowas dann lieber gleich aus dem Weg gehen.

Wie könnte ich das denn bei nur einem Besitzer herausbekommen, ob da mal ein neuer Tacho draufkam? OBD wirds da ja noch nicht geben, und sonst....keine Ahnung. Wenn ich die mal weiterverkaufe, dann wäre ich der Böse.

Löcher meinte ich diese hier, sind die Serie?
1.jpg
Gummitülle
Welches Fabrikat wären die ersten Reifen? Das kann ich ja vor Ort sehen.


Daniel.P
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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von Daniel.P » Montag 18. Dezember 2017, 18:55

Es scheint sie noch zu geben ... bei Mobile.de ist auch eine Orange mit 7800km drin VB 4000 und macht auf den Bildern einen guten Eindruck. Wichtig ist wer Sie gefahren hat und wie sie gepflegt wurde. Ich habe leider letztes Jahr einen Blender gekauft und sitze jede Minute an der Kiste und muss fast alles erneuern.

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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von HaraldB. » Montag 18. Dezember 2017, 19:55

Oha das ist mehr als ärgerlich, davor habe ich auch Angst.

Darf ich fragen, wie sich das äussert? Wie war damals das Angebot, und was musst Du nun alles reparieren?

Die orangene ist mir auch aufgefallen, besonders dabei, wie sich das optische Auftreten durch die Tieferlegung imho sogar etwas verbessert. Sieht nun deutlich gestreckter aus. Allerdings wird das dem Kardangelenk eventell nicht bekommen.


Bull Rocca

Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von Bull Rocca » Montag 18. Dezember 2017, 20:26

Hallo Harry,

hast eine PN von mir!

Gruß
Peter

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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von gv66 » Dienstag 19. Dezember 2017, 07:24

HaraldB. hat geschrieben:
Montag 18. Dezember 2017, 17:28
Der Händler hats vielleicht, weil Inzahlungnahme, auch nicht weitergeprüft. Klar hätte er dann die schlimme Karte, nur möchte ich sowas dann lieber gleich aus dem Weg gehen.

Wie könnte ich das denn bei nur einem Besitzer herausbekommen, ob da mal ein neuer Tacho draufkam? OBD wirds da ja noch nicht geben, und sonst....keine Ahnung. Wenn ich die mal weiterverkaufe, dann wäre ich der Böse.

Löcher meinte ich diese hier, sind die Serie? 1.jpg

Welches Fabrikat wären die ersten Reifen? Das kann ich ja vor Ort sehen.
Moin Moin
Genau die 2 "Löcher" im Zug sind Serie. Ich meine es wären (fast) alle RP051 mit Dunlop ausgerüstet gewesen.
Die DOT Nummer steht ja auf jedem Reifen, dann siehst du wie alt sie sind.
Der Erstbesitzer steht doch mit der Stadt wo er wohnt im Fahrzeugbrief, dann schaust du mal ins Telefonbuch
und rufst ihn an. Ich denke aber, dass der Händler in einem persönlichen Gespräch schon viele Zweifel ausräumen kann.
Gruß Guido


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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von Heiny » Samstag 23. Dezember 2017, 16:09

Hallo,
bin neu im Forum, und habe mir das Mopped schon
angeschaut. Die KM scheinen anhand der Historie
(Checkheft, Kaufvertrag usw.) zu stimmen. Außerdem ist
noch der erste Satz Reifen drauf.
Gestört haben mich diverse verrostete Anbauteile,
ein verpfuschter Umbau der Kennzeichenleuchte,
und der Auspuffumbau.
Ansonsten macht der Händler einen sehr fairen
kompetenten Eindruck.
Habe mich heute für eine Dogge mit 20000 km
entschieden, und bin auch mit dem Grinsen infiziert.
Lieber beim cruisen entspannen, als die Kette zu spannen.

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ff007
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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von ff007 » Samstag 23. Dezember 2017, 16:54

Na das ist doch mal was herzlichen Glückwunsch zur Dogge und dem dauergrinsen


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Daniel.P
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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von Daniel.P » Samstag 23. Dezember 2017, 20:04

Willkommen im Reich der Hundebesitzer

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dcolli78
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Re: Bulldog mit 6.000km - Kann das sein ?!

Beitrag von dcolli78 » Sonntag 31. Dezember 2017, 12:47

Hallo Harald,

nach meiner Meinung sieht die angebotene Dogge keinesfalls übel aus. Dass sie nur so wenig Kilometer drauf hat, ist selten, aber wenn der Besitzer Kind und Kegel hat und im Jahr knapp 400 km gefahren ist, weil er keine Zeit hatte, dann kann auch nicht viel auf der Uhr sein. Meine Dogge hatte damals auch nur 2000 km runter, als ich sie vom Erstbesitzer kaufte, da war sie 5 Jahre alt.

Das bischen Rost an den Bremsscheibenschrauben ist absolut nicht das Problem - meine Schrauben rosten nach 14 Jahren auch, weil sie nur verzinkt sind. Den Rost bekommt man aber wieder gut weg. Der Auspuff zeigt ein normales Farbbild, bedenklich wäre es, wenn er vorallem an den Endtöpfen blau wäre. Wenn man die Auspuffanlage nicht nach jeder Saison aufschwabbelt, dass sie wieder wie neu glänzt, hat sie jetzt eine ganz normale Patina. Wenn der Sitzbankbezug etwas schadhaft ist, kann es auch am Alter der Maschine liegen - meiner wird jetzt nach 14 Jahren auch brüchig - ist einfach das Alter.

Die Gabelbrücke ist etwas schadhaft, bei meiner auch - ich habe damals den Fehler gemacht, indem ich am Zündschlüssel noch weitere Schlüssel hatte und die haben während einer längeren Tour durch die Vibrationen die ganze Oberfläche aufgescheuert.

Ansonsten kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, schau nach den Gabeldichtringen und anderen Gummiteilen, ob diese spröde oder rissig sind. Schau nach ob irgendwo Öl rausläuft, schau mal in den Motor über das Öleinfüllloch hinein, kontrolliere den Innenraum des Tanks auf Rost. Wenn das alles gut aussieht und die schriftlichen Unterlagen stimmig sind, hat man schon gute Karten.

Achte auf "komische Geräusche", wenn sie im kalten Zustand angelassen wird. Übermäßiges starkes Rasseln, hämmerndes Klappern und lautes Knacken beim Anlassen wären nicht so gut, nur bei dieser Laufleistung sollte es nicht auftreten, da der Motor ansich recht robust ist.

Ich würde der Dogge, wenn Du sie kaufst, auf jeden Fall neue Latschen verpassen, wenn die Reifen so alt sind, wie das Motorrad, ist es lebensgefährlich damit zu fahren.

Viel Erfolg.

Grüsse Oliver

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